Fynn Steiner über den "Palast für den Augenblick"

Die Künstlerin Maria Gideon gehört der raren Spezies der Terraformer an.
Aus Ungenauigkeit und Abfall, aus Bruchstücken und Vergessenem
entwirft sie eine neue Welt, einen raumgreifenden Hort der Irrealität.
In ihren Arbeiten finden Zwischentöne, das halbseidene Licht und der Zufall ihr wahres Zuhause.
Nichts ist bei Gideon an seinem Platz, kein Stein steht mehr auf dem anderen
und die Konstruktion unserer Lebenswelt steht auf dem permanenten Prüfstand.
Der alte Satz des Heraklit, das alle Dinge im Fluss wären, bekommt bei Maria Gideon
seine visuelle Entsprechung. Ihre schwindelerregenden Realitätsverschiebungen
verlangen dem Betrachter eine neue Art zu sehen ab. Er kommt nicht umhin, sein Verständnis von Innen- und Außenwelt umfassend zu überdenken und nicht umhin,
sein Verständnis von Verpackung und Eigentlichkeit neu zu bewerten.
Maria Gideons pulsierende Astralkörper, ihre italienische Tischdeckenkartographie
und ihre potemkinsche Architektur machen sie zu einer stimmgewaltigen Formgeberin der menschlichen Verfassung. Gideons 'Palast für den Augenblick' könnte ebenso gut
die Überschrift und Ausformulierung einer ganzen Generation junger Künstler sein.

FYNN STEINER BEI 30QUADRAT

Nr.582


Nr.582, 133x103cm, Acryl, Lack, Fotos auf Holz, 2018



Nr.582, Detail

Nr.582, Detail

Nr.237


Nr.237, Fotos, Acryl, Fineliner, Lack auf Holz, 70x100 cm, 2018

Nr.237, Detail

Nr.237, Detail


Nr.410 - 418

Sao Paulo Serie, Fotos und Acryl auf Leinwand, jeweils 30x30 cm, 2018
Erhältlich bei "30 Quadrat": MEHR HIER

COLLAGEN ALS DRUCKE

Erhältlich im Nachladen, Sternstrasse 17, Hamburg


"PALAST FÜR DEN AUGENBLICK "

Der "Palast für den Augenblick" besteht aus Räumen, die plötzlich auftauchen,
manche für Wochen, andere für Jahre, Tage, Monate oder Stunden.
Räume, die sich mitten im Geschehen platzieren, verankern und erblühen.
Der "Palast für den Augenblick" reagiert auf Realität, Gesellschaft, Gegenwart, Überforderung und Wahnsinn.
Vorhandenes wird transformiert, Unsichbares sichtbar gemacht, die Dinge ordnen sich neu.
Der Besucher wird in eine Welt entführt, die er zu kennen scheint, die aber gleichzeitig irritiert, inspiriert und verzaubert.
Überraschende Blickwinkel offenbaren sich, hunderte kleinste Teilchen beginnen zu flirren,
die Welt wird zum Kaleidoskop.
Kleine, leise Zwischentöne erheben sich, vereinen sich zu Musik.
Magie entsteht aus Chaos.







"RENDEVOUZ DER FREUNDE"

Eröffnung: Freitag, 18.11.2016 ab 19 Uhr

Schacher - Raum für Kunst
Galerienhaus Stuttgart
Breitscheidstrasse 48
70176 Stuttgart

Ausstellungsdauer: bis 22. Januar 2017





Mit Jim Avignon plus 4000, 44 Flavours, Fehmi Baumbach, Julia Benz, Tillmann Damrau, Maria Gideon, Friederike Just, Eva Koberstein, Justyna Koeke, Kirsten Lampert, Andy Leuenberger, Annette Meincke-Nagy, Wolfgang Neumann, Jürgen Palmer, Luc Palmer, Jens Ole Remmers, Bodo Rott, Various & Gould, Marco Wagner und Oliver Wetterauer.

Ausgangspunkt der von Jim Avignon kuratierten Schau sind Arbeiten von befreundeten Künstlern aus Berlin und Hamburg und Kunstwerke aus dem Programm der Galerie. Der Wahlberliner und reisende Weltbürger („Kunst ist für mich vor allem Kommunikation“) hat nach ganz subjektiven Kriterien bestimmte Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen auserwählt und auf genau diese Werke mit einem Dialogbild reagiert, also in seinem eigenen Stil (teils auch im Stil des anderen) ein Partner-Bild bzw. eine Art Adaption davon oder "Inspired By"-Werk hergestellt. In der Galerie werden jeweils beide Werke präsentiert.

Das Ergebnis ist ein surreales Familientreffen, eine illustre, bunte Konfrontation und Kombination Geistesverwandter. 


MEHR

"FIRE"



14.OKTOBER 2016  ab 19 Uhr

Einführung: Johann Georg Jaeger 

Galerie Seinsichten
Schloßstrasse2A
18246 Gnemern
Mecklenburg Vorpommern

Die Ausstellung ist bis zum 18.11.2016 täglich zu sehen, Kontakt: 0176 96490242







"CLOUD"

Eine ständig wachsende, bewohnbare Installation in der Kunstpension Anna Ohno , Stuttgart.



SEPTEMBER 2015 BIS MAI 2016




"Cloud" beschreibt den Zustand des Ankommens. Das Ankommen in einer neuen Welt, einer neuen Kultur. Ohne Sprachkenntnisse, ohne Halt, ohne Sicherheiten.
"Cloud" lenkt den Blick auf die Zwischentöne, die Magie des Anfangs, das Surreale.
"Cloud" weckt Neugierde und Sehnsüchte, andere Welten und Sichtweisen zu entdecken, zu verstehen.
Ein Puzzle aus hundert Einzelteilen, Blickwinkeln und Überraschungen.
"Cloud" verändert sich, stetig und immer wieder neu, wie ein Willkommensfest mit unvorhersehbarem Ende.








"LOST"

 MS Artvillle, Hamburg

Eine ständig wachsende, begehbare Installation in 64 Kubikmetern.

Vernissage am 07.08.2015
Dauer: Bis 23.08.2015


 

 
 

"MAD"

Zero Arts e.V.
Ostendstraße 16
70190 Stuttgart
www.zeroarts.de

Eröffnung: Freitag, 17.4.2015 20.00 Uhr
Showdown: Freitag, 8.5. 20.00 Uhr

Täglich erreichen uns Nachrichten.
Die Welt explodiert. Irgendwo, überall, neben uns, in uns.
„Mad“ zeigt einen Raum des Wahn - und Irrsinns, der Überforderung.









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