Fynn Steiner über den "Palast für den Augenblick"

Die Künstlerin Maria Gideon gehört der raren Spezies der Terraformer an.
Aus Ungenauigkeit und Abfall, aus Bruchstücken und Vergessenem
entwirft sie eine neue Welt, einen raumgreifenden Hort der Irrealität.
In ihren Arbeiten finden Zwischentöne, das halbseidene Licht und der Zufall ihr wahres Zuhause.
Nichts ist bei Gideon an seinem Platz, kein Stein steht mehr auf dem anderen
und die Konstruktion unserer Lebenswelt steht auf dem permanenten Prüfstand.
Der alte Satz des Heraklit, das alle Dinge im Fluss wären, bekommt bei Maria Gideon
seine visuelle Entsprechung. Ihre schwindelerregenden Realitätsverschiebungen
verlangen dem Betrachter eine neue Art zu sehen ab. Er kommt nicht umhin, sein Verständnis von Innen- und Außenwelt umfassend zu überdenken und nicht umhin,
sein Verständnis von Verpackung und Eigentlichkeit neu zu bewerten.
Maria Gideons pulsierende Astralkörper, ihre italienische Tischdeckenkartographie
und ihre potemkinsche Architektur machen sie zu einer stimmgewaltigen Formgeberin der menschlichen Verfassung. Gideons 'Palast für den Augenblick' könnte ebenso gut
die Überschrift und Ausformulierung einer ganzen Generation junger Künstler sein.

FYNN STEINER BEI 30QUADRAT

"PALAST FÜR DEN AUGENBLICK "

Der "Palast für den Augenblick" besteht aus Räumen, die plötzlich auftauchen,
manche für Wochen, andere für Jahre, Tage, Monate oder Stunden.
Räume, die sich mitten im Geschehen platzieren, verankern und erblühen.
Der "Palast für den Augenblick" reagiert auf Realität, Gesellschaft, Gegenwart, Überforderung und Wahnsinn.
Vorhandenes wird transformiert, Unsichbares sichtbar gemacht, die Dinge ordnen sich neu.
Der Besucher wird in eine Welt entführt, die er zu kennen scheint, die aber gleichzeitig irritiert, inspiriert und verzaubert.
Überraschende Blickwinkel offenbaren sich, hunderte kleinste Teilchen beginnen zu flirren,
die Welt wird zum Kaleidoskop.
Kleine, leise Zwischentöne erheben sich, vereinen sich zu Musik.
Magie entsteht aus Chaos.







"RENDEVOUZ DER FREUNDE"

Eröffnung: Freitag, 18.11.2016 ab 19 Uhr

Schacher - Raum für Kunst
Galerienhaus Stuttgart
Breitscheidstrasse 48
70176 Stuttgart

Ausstellungsdauer: bis 22. Januar 2017





Mit Jim Avignon plus 4000, 44 Flavours, Fehmi Baumbach, Julia Benz, Tillmann Damrau, Maria Gideon, Friederike Just, Eva Koberstein, Justyna Koeke, Kirsten Lampert, Andy Leuenberger, Annette Meincke-Nagy, Wolfgang Neumann, Jürgen Palmer, Luc Palmer, Jens Ole Remmers, Bodo Rott, Various & Gould, Marco Wagner und Oliver Wetterauer.

Ausgangspunkt der von Jim Avignon kuratierten Schau sind Arbeiten von befreundeten Künstlern aus Berlin und Hamburg und Kunstwerke aus dem Programm der Galerie. Der Wahlberliner und reisende Weltbürger („Kunst ist für mich vor allem Kommunikation“) hat nach ganz subjektiven Kriterien bestimmte Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen auserwählt und auf genau diese Werke mit einem Dialogbild reagiert, also in seinem eigenen Stil (teils auch im Stil des anderen) ein Partner-Bild bzw. eine Art Adaption davon oder "Inspired By"-Werk hergestellt. In der Galerie werden jeweils beide Werke präsentiert.

Das Ergebnis ist ein surreales Familientreffen, eine illustre, bunte Konfrontation und Kombination Geistesverwandter. 


MEHR

"FIRE"



14.OKTOBER 2016  ab 19 Uhr

Einführung: Johann Georg Jaeger 

Galerie Seinsichten
Schloßstrasse2A
18246 Gnemern
Mecklenburg Vorpommern

Die Ausstellung ist bis zum 18.11.2016 täglich zu sehen, Kontakt: 0176 96490242







"CLOUD"

Eine ständig wachsende, bewohnbare Installation in der Kunstpension Anna Ohno , Stuttgart.



SEPTEMBER 2015 BIS MAI 2016




"Cloud" beschreibt den Zustand des Ankommens. Das Ankommen in einer neuen Welt, einer neuen Kultur. Ohne Sprachkenntnisse, ohne Halt, ohne Sicherheiten.
"Cloud" lenkt den Blick auf die Zwischentöne, die Magie des Anfangs, das Surreale.
"Cloud" weckt Neugierde und Sehnsüchte, andere Welten und Sichtweisen zu entdecken, zu verstehen.
Ein Puzzle aus hundert Einzelteilen, Blickwinkeln und Überraschungen.
"Cloud" verändert sich, stetig und immer wieder neu, wie ein Willkommensfest mit unvorhersehbarem Ende.








"LOST"

 MS Artvillle, Hamburg

Eine ständig wachsende, begehbare Installation in 64 Kubikmetern.

Vernissage am 07.08.2015
Dauer: Bis 23.08.2015


 

 
 

"MAD"

Zero Arts e.V.
Ostendstraße 16
70190 Stuttgart
www.zeroarts.de

Eröffnung: Freitag, 17.4.2015 20.00 Uhr
Showdown: Freitag, 8.5. 20.00 Uhr

Täglich erreichen uns Nachrichten.
Die Welt explodiert. Irgendwo, überall, neben uns, in uns.
„Mad“ zeigt einen Raum des Wahn - und Irrsinns, der Überforderung.









"Artist's Impressions: Berlin"

"Bodemuseum" für das Enterprise Magazine:


“Berlin is like a lover who’ll unconditionally 
accept you the way you want to be, 
entwines you and always sets you free again. 
A city full of stories, edges, light and dark. 
Surreal, authentic, inexplicable.”









"Kunst gegen Rechts"

Die Eröffnung - Freitag, 17.10., 20.00 Uhr
Einführende Worte zum Thema und zu den Künstlern von Gez Zirkelbach.

Das Remstal, das Murrtal und auch das Filstal sind Gegenden in denen Nazis aktiv sind. Die Initiative Rems-Murr nazifrei sensibilisiert mit ihren Aktionen und macht auf diese Umtriebe aufmerksam, auch in Form von Veranstaltungen wie das jährliche Rock gegen Rechts in der Manufaktur. Jetzt ist der Initiative gelungen Künstler/innen zu Stellungnahmen gegen Rechts zu aktivieren.

Folgende Künstler/ innen beteiligen sich:
Manfred Bodenhöfer (Malerei), Freddy Denzinger (Fotografie), Nico Denzinger (Fotografie), Angelika Fischer (Konzeptkunst), Loubna Forer (Aktionskunst), Maria Gideon (Installation), Hardy Langer (Malerei), Johann Schickinger (Graphik), Peter Schmid (Installation), Gez Zirkelbach (Malerei)

Manfred Bodenhöfer, Graphiker, Maler und Zeichner aus Stuttgart, wird sich mit 2 Graphiken beteiligen. Peter Schmid zeigt seine Installation des Winterbacher Brandanschlags auf neun Menschen im Jahr 2011 zum ersten Mal in Schorndorf.?Was wie eine Märklin-Eisenbahnlandschaft daherkommt, entlarvt die Heimat-Idylle als Treffpunkt von Neonazis, direkt vor unserer Haustür, dokumentiert mit großen Farbabzügen der beiden hier heimischen Fotografen Alfred Denzinger und Nico Denzinger. Auf den Fotos sind reale Überreste der barbarischen Vorkommnisse in der Gemeinde Winterbach zu sehen.
Angelika Fischer präsentiert Konzeptkunst in Form eines T-Shirts und Thesen zum Thema, wie Wege vom entfesselten Kapitalismus zu Rechtsextremismus – und zu Faschismus und Krieg führen können.
Loubna Forer, eine Aktionskünstlerin aus Stuttgart macht eine Aktion zum Thema.
Maria Gideon präsentiert eine Studie „Innen sind wir roh“, die die in Berlin lebende Künstlerin ebendort durchführte und mit denen sie Rassismus ad absurdum führt und somit entlarvt.
Hardy Langer zeigt in seinem Ölbild „Die Besucher“ eine fast unheimlich wirkende Szene vom Schorndorfer Stadthallensee und wirft dadurch viele unterschiedliche Fragen auf wer diese Besucher denn sind?
Johann Schickinger ein Bildhauer und Zeichner aus Höchstädt/Donau ist in Schorndorf nach seiner Ausstellung „Wider die Verlogenheiten“ mit Gez Zirkelbach kein Unbekannter. In der Manufaktur zeigt er 2 ausdrucksstarke Lithographien, die die Anschläge von Mölln und Hoyerswerda zum Thema haben.
Gez Zirkelbach, Maler und Grafiker aus Schorndorf zeigt ein Acrylbild „Für die Opfer“ und schafft so Raum für Gedenken an die zahlreichen Opfer der gewalttätigen Neonaziangriffe in unserer Zeit in der BRD.

Veranstalter – Rems-Murr nazifrei

MANUFAKTUR Schorndorf

GIDEON vs LANGER



Eröffnung: Samstag 20.09.2014, 19 Uhr im Rahmen der KUNSTNACHT
Atelier Hardy Langer, Hammerschlag 8, Schorndorf

Schorndorfer Nachrichten, 13.09.2014






"One Case Vol.4:"

oder: "Die Summe aller Teilchen"

Kunstnacht Schorndorf
20.09.2014, Café de Ville



"Die Summe aller Teilchen", Fotos, Lack, Acryl, Kugelschreiber auf Papier, 200x700cm, 2014

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